Physiotherapie Johanna Seeländer


Atemtherapie


Die Atemtherapie wird für Kinder und Jugendliche vor allem bei kindlichem Asthma eingesetzt. Die Schulung der Atemtechnik, um Ein- und Ausatmung zu verbessern, steht im Vordergrund. An speziellen Techniken kommen Lippenbremse (dosierte Ausatmung gegen den Widerstand der Lippen), die Atmung erleichternde Stellungen, wie Kutschersitz, "Hängebauchschwein", Drainagelagerungen, Dehnlagerungen, passive Techniken, heiße Rolle, Eisabreibungen usw. zur Anwendung.

Ziel dabei ist, eine optimale Atemtechnik mit idealer Belüftung der Lunge zu erreichen. Die Beweglichkeit des Brustkorbes und der gesamten Wirbelsäule soll erhalten werden, um sekundär entstehenden Deformitäten des Brustkorbes (Fass-Thorax) vorzubeugen.

Wichtig ist die Anleitung zur regelmäßigen Eigenkontrolle der Lungenfunktion mittels Peak flow. Diese Kontrolle muß dreimal täglich in Kombination mit der Inhalation erfolgen. In der Asthmagruppe erlernen die Patienten wichtige Atemtechniken miteinander und lernen die Kontrolle kennen. Mit Spaß an den Atemübungen, an der Bewegung soll den Kindern vermittelt werden, dass Asthma kein Grund für eine Außenseiterrolle ist.

Besonders wichtig ist die Atemtherapie bei Mukoviszidose.